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Blei

Chemischer Parameter / zulässige Höchstkonzentration:

bis 1. Dezember 2003:   50 µg/l
bis 1. Dezember 2013:   25 µg/l
ab Dezember 2013:   10 µg/l

Blei als Werkstoff für die Trinkwasserverteilung und Hausinstallation war lange Jahre aufgrund der günstigen mechanischen Eigenschaften beliebt.

Weiches Wasser löst Blei auf, hartes Wasser bildet im Rohr eine Schutzschichte, die eine weitere Auflösung verhindert. Die Menge des gelösten Bleis ist daher abhängig von der Standzeit des Wassers in der Leitung und der Wasserbeschaffenheit.

Besonders im städtischen Bereich und in alten Häusern finden sich alte Bleirohre. Um den Parameterwert von 0,01 mg/l sicher einhalten zu können, ist der Austausch der Bleirohre unumgänglich.

Sofortmaßnahme für Haushalte in Altbauten mit Bleileitungen:

Am höchsten belastet ist das Wasser, das nach mehrstündiger Stehzeit meist am Morgen oder nach längerer Abwesenheit entnommen wird. Das Wasser sollte man daher in der Früh sowie nach längerer Abwesenheit abrinnen lassen oder anderwertig, z.B. zum Blumengießen verwenden. Erst das frische, merklich kühlere Wasser kann dann zum Trinken verwendet werden.

Ob bei der Hausinstallation Bleirohre verwendet wurden, erfahren Sie bei Ihrer Hausverwaltung.