EVN Wasser


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Weg des Wassers

1. Brunnen

Innenaufnahme eines Trinkwasserbrunnens

In den Flachlandgebieten im Weinviertel, Tullnerfeld, Wienerbecken,  östlichen Niederösterreich erfolgt die Wassergewinnung nahezu 100% aus Brunnen.
 










2. Transportleitung

Leitungen im Höchbehälter

Die Verbindung zwischen den Brunnen und den Gemeinden erfolgt über Transportleitungen. Als Transportleitungen werden in vielen Fällen Rohre aus Kunststoff, Stahl bzw. Gusseisen verwendet. Die Durchmesser dieser Rohre bewegen sich im Bereich von 150 mm bis 400 und 500 mm und zum Teil auch darüber.




3. Hochbehälter/Tiefbehälter

Wassereinlauf Hochbehälter Höchstenbühel 10.000 m³

In den Trinkwasserbehältern  wird das Wasser zwischengespeichert. Diese Behälter dienen zum Ausgleich des unterschiedlichen Wasserverbrauchs während des Tages. Das Volumen dieser Behälter wird bei kleinen Gemeinden oft nur 100 od. 200 m³ sein, in größeren Stadtgemeinden bzw. bei EVN Wasser oder anderen großen Wasserversorgern beträgt das Volumen bis zu 10.000 m³ .





4. Verteilung

Zur Verteilung des Wassers sind in den Ortschaften Netze mit Rohrleitungen errichtet, die meistens deutlich kleinere Durchmesser haben als die Transportleitungen, nämlich zwischen 80 mm bis ca. 200 mm. Die Rohre sind vorwiegend aus Kunststoff, z.T. aber auch aus Gusseisen.


5. Wasserzähler

Wasserzähler aufgeklappt

An der Grundgrenze - in einem Schacht oder im Keller eines Hauses - befindet sich der Wasserzähler. Die dort gezählten Kubikmeter werden den Kunden zur Verrechnung gebracht. Hier endet auch die Verantwortung des Wasserversorgers, ab hier ist der Hauseigentümer für seine Wasserqualität verantwortlich.




6. Wasserhahn

Wasserhahn

Der Wasserhahn ist "die Eintrittspforte" des Wassers in den Haushalt und die letzte Station des Trinkwassers. Ob es zum Trinken oder zur Reinigung verwendet wird, danach beginnt der Kreislauf des Abwassers.






7. Abfluss

Abfluss eines Waschbeckens

Unter häuslichem Abwasser versteht man alle Abwässer aus Küche, Bad und Toilette. Über die in den Wänden und Fußböden verlegten Ablaufrohre gelangt das Abwasser in die öffentliche Kanalisationsanlage.






8. Schmutzwasserkanal

Kanaldeckel auf der Straße

Dieser sammelt die häuslichen Abwässer und leitet sie zur Kläranlage. Von einer Kanalisationsanlage sieht man in den meisten Fällen nur die Kanaldeckel, die Einstiegsmöglichkeit in den Kanal zur Inspektion und zur Reinigung des Kanals.




9. Kläranlage - Vorreinigung

Feinrechen in der Kläranlage

In einer ersten Stufe werden in einer Kläranlage jene Feststoffe aus dem Abwasser herausgenommen, die biologisch nicht abbaubar sind. Dies erfolgt in Rechenanlagen, Siebtrommeln etc. Vor allem in Mischwasserkanalisationen (Abwasser + Dachablauf und Strassenentwässerung), aber auch in Trennsystemen werden im Kanal auch Sand und kleine Steine mittransportiert. Dafür gibt es einen sogenannten Sandfang, der diese Stoffe herausfiltert.


10. Kläranlage - Belebungsbecken

Ruhige und belebte Abwasserbereiche im Belebungsbecken

Im sogenannten Belebungsbecken erfolgt die eigentliche biologische Reinigung. Damit die Mikroorganismen ihre Arbeit durchführen können, brauchen sie Sauerstoff. Dieser Sauerstoff wird ihnen in Form von Luftsauerstoff über verschiedene Belüftungseinrichtungen eingeblasen oder eingerührt. Dieser Teil der Reinigung dient zur Entfernung der Kohlenstoffverbindungen und zur Umwandlung von Ammoniumstickstoff zu Nitratstickstoff. Um in weiterer Folge die Stickstoffverbindungen weitestgehend zu entfernen, muss es in diesem Belebungsbecken oder in eigenen Becken auch Zonen ohne Belüftung geben, in denen das Wasser und der belebte Schlamm durch Rührwerke in Bewegung gehalten werden. Die Entfernung der Phosphorverbindungen erfolgt einerseits ebenfalls auf biologischem Wege, andererseits ist es in den meisten Kläranlagen erforderlich, durch Zugabe von Eisensalzen ein Fällung dieser Phosphate herbeizuführen.


11. Kläranlage - Reinwasserbecken

Aufnahme Klarwasserbecken

Der Abschluss der Abwasserreinigung erfolgt in einem sogenannten Nachklärbecken. In diesem Becken wird das eingeleitete Wasser zur Ruhe gebracht und der belebte Schlamm setzt sich an der Beckensohle ab, während das gereinigte (geklärte Abwasser) an der Wasseroberfläche durch Rinnen oder Saugvorrichtungen abgezogen wird. Durch die biologischen Vorgänge im Belebungsbecken entsteht Schlamm. An diesen Schlammflocken sitzen die Mikroorganismen, die die Arbeit verrichten.

Im Nachklärbecken setzt sich der Schlamm ab. Der überschüssige Schlamm kommt in Schlammeindicker oder Schlammpressen. Bei kleineren Anlagen wird der Schlamm auf Trockenbeeten zu Humus vererdet. Wenn viele industrielle oder gewerbliche Abwässer eingeleitet werden, ist der Schlamm nicht mehr landwirtschaftlich verwertbar.


12. Kläranlagenauslauf

Klaeranlagenablauf in den Vorfluter (Bach, Fluss)

Über den Kläranlagenablauf wird das gereinigte Abwasser dem natürlichen Wasserkreislauf zurückgegeben. Dieses Wasser hat jedoch noch keine Trinkwasserqualität, vor allem nicht in bakteriologischer Hinsicht. Um diese zu erlangen, ist es erforderlich, dass der Fluss eine entsprechende Selbstreinigungsfähigkeit aufweist. Darunter versteht man die natürliche Fähigkeit jedes fließenden Gewässers, mit Hilfe von in der Natur vorkommenden pflanzlichen und tierischen Organismen sowie durch Sauerstoff Biomasse im Wasser abzubauen. Nach einer entsprechenden Fließstrecke und den Reinigungsvorgängen im Fließgewässer und im angrenzenden Grundwasser weist das Wasser wieder Trinkwasserqualität auf.