Weltwassertag, 22.03.2011
Prämierung des Forschungswettbewerbes „junge forschung.WASSER 2011"
Anlässlich des heurigen Weltwassertages wurden die Preise des Wettbewerbes junge forschung.WASSER 2011 vergeben. Die drei Träger des Wettbewerbes, das Land Niederösterreich, der Forschungsfonds „Lebensmittel Wasser“ sowie EVN Wasser haben sich zum Ziel gesetzt, gerade junge Menschen zur wissenschaftlichen Forschung zu bewegen und sich mit dem Thema Wasser auseinander zu setzen. Landesrat Dr. Stephan Pernkopf und Sprecher des Vorstands der EVN AG Dr. Peter Layr zeichneten die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen einer Feier im Landtagssitzungssaal des Landhauses in St. Pölten aus.
Der Wettbewerb wurde für Höhere Schulen und Universitäten und Fachhochschulen ausgeschrieben. Eine fachkundige Jury hat die Prämierung folgender eingereichter Arbeiten beschlossen:
Anerkennungspreis mit 1.000,-- Euro
Bundesgymnasium Bad Vöslau – Gainfarn, 6A
„Trinkwassereinsparung durch Mülltrennung am BG Bad Vöslau - Gainfarn“
Hofrat Mag. Koppensteiner (NÖ Landesschulrat) begründet die Jury-Entscheidung: „Mit der Erhebung des Wasserfußabdruckes („water footprint“) des an der Schule anfallenden Mülls konnte die Bewusstseinsbildung der Schüler im Umgang mit Rohstoffen erreicht werden. Durch die Hochrechnung auf alle Schulen Niederösterreichs wurde das Wassersparpotential durch saubere Mülltrennung und der Wiederverwertung beeindruckend dargestellt.
3. Preis: 1.000,-- Euro
Stephan Schrotter
TU Graz, Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau
„Ermittlung des wirtschaftlich optimalen Leckortungsturnus von Wasserleitungen“

Fr. Dr. Zibuschka (BOKU Wien) begründet die Jury-Entscheidung: „Die Trinkwasserleitungen sind das größte Kapital von Wasserversorgern. Hr. Schrotter hat ein Rechenmodell entwickelt, um den optimalen Zeitpunkt einer Leckortung abschätzen zu können.

1. Preis: 2.000,-- Euro
Christina Fuchsluger
BOKU Wien, Institut für Umweltbiotechnologie, Departement IFA-Tulln
„Online-Messung des Verkeimungsgrades von Prozesswässern mit einem elektrochemischen Verfahren“
Zibuschka: Treten in einem Produktionsprozess Verkeimungen auf, so ist es für alle von Vorteil, wenn diese so schnell als möglich entdeckt werden. Herkömmliche Messmethoden benötigen dazu 3 – 5 Tage. Frau Fuchsluger entwickelte eine Methode, wo bereits nach einigen Stunden erste Ergebnisse möglich sind.
1. Preis: 2.000,-- Euro
Niklas Hayek
MCI Innsbruck, Masterstudium Umwelt-, Verfahrens- & Biotechnologie
„Ionisierte Luft als neue Methode zum Abbau organischer Schadstoffe in Wasser“
Zibuschka: Seine Arbeit stellt eine mögliche neue Alternative zu etablierten Aufbereitungsmaßnahmen dar. Ein ganz neuer Ansatz zur Entfernung von Schadstoffen aus dem Wasser. Die Jury befand die Arbeit von Fr. Fuchsluger und Hrn. Hayek als gleichwertig, daher entschieden wir uns für zwei erste Plätze.
Jurymitglieder
Dipl.Ing. Martin Angelmaier, Amt der NÖ Landesregierung, Abt. Wasserwirtschaft
Dipl.Ing. Herbert Beyer MAS, Niederösterreichische Umweltanwaltschaft
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Werner Biffl, ehem. Rektor der Universität für Bodenkultur
GF Dipl.-Ing. Franz Dinhobl, EVN Wasser Gesellschaft m.b.H.
Dipl.-Ing. Gerhard Jechlinger, Forschungsfonds Lebensmittel Wasser
HR MMag. Franz Koppensteiner, NÖ Landesschulrat
Univ. Lektorin Dr. Franziska Zibuschka, Forschungsfonds Lebensmittel Wasser, Universität für Bodenkultur